Respekt! - Auch vor dem Schicksal, 8. Oktober 2009
Von Monika T. aus Hannover

Ich gehöre zu den Menschen, die das Wort Schicksal immer dann benutzen, wenn es anders kommt, als es geplant war. Das werde ich vermutlich auch in Zukunft tun, mit einer Einschränkung. Ich werde dem Schicksal jetzt auch die schönen Überraschungen zubilligen.
Das Buch Der Schicksals-Code von Lechtermann und Koroll hat mich nachdenklich gemacht. Haben wir Menschen tatsächlich sowas wie ein Schicksals-Timing? Sind wir vielleicht nur blind geworden für die Anzeichen, mit denen sich Schicksalhaftes ankündigt? Ignorieren wir im Festhalten an die Dinge, die wir unbedingt wollen, unsere innere Stimme, die uns zu jeder Zeit die richtige Eingebung anbietet, uns rät, das für uns Richtige zu tun?
Die Schicksale und Biografien im Buch haben mir eines sehr deutlich gemacht: Nur wenige schicksalhafte Ereignisse, die von Birgit Lechtermanns Interviewpartnern berichtet wurden, waren wirklich geplant. Sollte es diesen "Schicksals-Plan" wirklich geben, dem Michael Koroll mit seinen Schicksals-Code auf die Spur gekommen ist, dann sind selbst die vielen unangenehmen Dinge, die uns in unserem Leben widerfahren keine Fehler im Plan, sondern der Plan selbst.
Koroll und Lechtermann haben das schwierige Thema Schicksal sachlich und doch sensibel angefasst und dabei ein Buch geschrieben, dass ich jedem ans Herz legen möchte, der ein wenig "um die Ecke" schauen möchte, interessante Denkanstöße sucht oder einfach spannende Lebensgeschichten lesen will.
Vor dem Hintergrund des Schicksals-Codes, erscheint manches uns bekannte Ereignis aus dem Leben großer Menschen in einem neuen Licht.