7.Oktober 2010

von Markus Oetliker, St.Gallen

Vor einiger Zeit bin ich eher zufällig auf das Buch „der Schicksalscode“ gestossen. Der Titel faszinierte mich sofort. Ich entschied mich, dieses Buch zu kaufen. Zuerst langsam, dann immer schneller las ich eine Seite nach der andern. Hatte ich zufällig gefunden, was ich schon lange gesucht hatte? Die Frage ob unser Schicksal unabwendbar sei oder nicht, schien in eine Lösung zu führen.

Seit Menschengedenken setzen sich Philosophen, Astrologen, Numerologen und andere Menschen, die die Seele bzw. Psyche erforschen, mit dieser Frage auseinander. Gibt es ein festgelegtes „Programm“ – eben ein unabwendbares Schicksal? Ich habe mich etwas mit der Astrologie wie auch mit der Numerologie nach Prof. Hans Endres befasst. Beides sind eigentlich gute Methoden um etwas über die Vergangenheit auszusagen. Mit gewissen Aspekten kann man astrologisch auch sagen, worauf in gewissen Phasen zu achten wäre. Doch erlebte ich immer wieder, dass ich das in den entsprechenden Lebensabschnitten ganz anders zeigte.

Im Buch „der Schicksalscode“ stiess ich auf Denkansätze, die mir völlig logisch erscheinen. Ist das Leben denn logisch?

Albert Einstein drückte es wie folgt aus:
Rein logisches Denken verschafft uns keine Erkenntnis über sie wirkliche Welt. Alle Erkenntnis der Wirklichkeit beginnt mit der Erfahrung und endet mit ihr. Alle Aussagen, zu denen man kommt, sind, was die Realität angeht, vollkommen leer.

Zitat ende.

Was nützen den all diese Methoden wie Astrologie, Numerologie wie auch zum Beispiel Chirologie, wenn wir zwar Veranlagungen, gute Dispositionen und unsere Gaben kennen, jedoch nicht den Weg, wie diese optimal zu nutzen wären? So gesehen müsste man ja sagen, dass alle Leben, die wir gelebt haben, umsonst gewesen sind, da wir ja jedes Mal von vorne beginnen müssen. Sind uns die Gaben, die die Seele möglicherweise als unser „Kapital“ mitbringt dazu da, dass wir genau diese Gaben entdecken und schnellst möglich umsetzen?

Unser Leben scheint ja ohnehin sehr komplex zu sein und wie oft stehen wir an einem Punkt, wo wir uns fragen, wer wir eigentlich sind und worin der Nutzen unseres Lebens besteht?

Es zeigen sich immer mehr Fragen, je älter ich werde – das ist derzeit mein Fazit.

Im Schicksalscode, um darauf zurückzukommen, habe ich quasi wie eine „buchhalterische Übersicht“ all der Ereignisse bekommen. Die einzelnen Schicksalscode habe ich wie ein Konto auf einem Kontenplan zu begreifen versucht. Es ist im Leben so, dass man sich von Zeit zu Zeit Gedanken macht und Bilanz zieht.

Die einzelnen Codes sagen nicht zwingend aus, dass ein Ereignis zwingend damit zusammen fallen muss. Soweit ich das verstanden habe, sind es jeweilige Zeitfenster, die dann ein Ereignis begünstigen können oder wir lassen eine Gelegenheit aus. Ich frage mich also, was würde geschehen, wenn ich wüsste, dass in der nächsten Zeit, ein z.B. Triumph Code in Sicht wäre? Oder bei einer Krankheit, bei welcher man grosse Schmerzen erleidet und ich wüsste, dass sich z.B. in drei Monaten ein Zeitfenster öffnet, welches mir die Chance zur Heilung anbietet?

Bei der Durchsicht aller Codes ist mir jedoch auch klar geworden, dass man genau nachspürt, wie es sich für mich angefühlt hat. Michael Koroll hat zu den einzelnen Codes sicher seine Gedanken gemacht und aufgrund seiner Erfahrungen, die er bis jetzt hatte machen dürfen, auch eine spezielle Sichtweise für diese Codes entwickelt. Ich würde jetzt behaupten, dass man sich selber sehr intensiv mit seinem Leben auseinandersetzen sollte um dann auch die prägenden Erlebnisse richtig zuordnen kann.

Das Buch gibt einen tiefen Einblick in eine, mir bis dahin unbekannte, Sicht des Lebens Allerdings machte mich das Buch auch neugierig im  Sinne vom Nutzen für meine Klienten. Gerade als Naturheilpraktiker könnte ich mir vorstellen, dem Kunden mit Hilfe des Schicksalscodes einen grossen Nutzen bringen zu können. Bei Menschen die schlimme Ereignisse zu „verdauen“ haben, wäre das eine grosse Hilfe, wenn ich ihnen sagen könnte, dass sich in einer gewissen Zeit ein Fenster öffnet, welches Veränderungen ermöglich. Wie diese dann genutzt werden, ist wieder eine andere Thematik.

Allerdings mit dem Buch ist das nicht zu bewerkstelligen. Das Buch gibt eine tolle Anregung, sich selber mal unter einem anderen Gesichtspunkt zu sehen. Wir Menschen würden möglicherweise gewisse Umstände im Leben begreifen, wüssten wir, was auf uns zukommt. Hierfür ist jedoch ein spezielles Computerprogramm notwendig, mit dessen Hilfe man diese Berechnungen durchführen könnte. 

Viele Kunden, die mich aufsuchen, möchten ja nicht nur ihr Leid von der Seele reden, sondern sich wünschen, dass ich Ihnen Lösungsansätze anbieten kann. Jeder dieser Lösungsansätze kann eine motivierende Kraft auslösen. In meiner 17-jährigen Karriere als Begleiter und Therapeut von Menschen, durfte ich immer wieder erfahren, was mit diesen Menschen passierte, wenn sie eine Lösung sahen und sehen. Schwere Schicksalsschläge lassen sich mit reden alleine nicht lösen. Nebst Verständnis und Respekt braucht der Mensch eine Motivation, dass er sich selbst aus misslichen Lagen befreien kann – und manchmal ist ein Zeitfenster offen, welches genau diese Kraft begünstigt.

Fazit: Das Buch zeigt mir, dass zwar Einiges in unserem Leben vom Schicksal abhängig ist, ähnlich unserem Erbgut, doch es zeigen sich immer Chancen zur positiven Veränderung. Man weiss heute, dass sich 90% des Erbgutes verändern könnte, wenn man nur wüsste, wie. Wie weit die Hoffnung und der Glaube die Kraft zur Veränderung weckt, bleibt jedoch jeden selbst überlassen. Veränderungen sind oftmals mit Schmerzen verbunden.

Diese Schmerzen lernen uns, dass es sich lohnt, gewisse Dinge loszulassen um dafür Neues zu bekommen.

An dieser Stelle danke ich Michael Koroll für sein grossartiges Engagement und verbinde diesen Dank mit dem Wunsch, dass er diese Arbeit soweit verfeinert, dass dem Interessenten des Schicksalscodes mit der Zeit ein Programm zur Verfügung steht, den Menschen noch besser begleiten zu können.

Markus Oetliker, Heilpraktiker