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Seine  spektakuläre Entdeckung, so meinte er, würde manche Ereignisse im Leben  berühmter Persönlichkeiten in einem neuen Licht erscheinen lassen.</strong></p><p>Jeder Mensch habe in seinem Leben in individuellen, regelmäßigen  Abständen Hochs und Tiefs, und Erfolge und Schicksalsschläge ließen sich  anhand eines Schicksals-Codes<font color="white">.</font> nicht nur in der Vergangenheit verfolgen,  sondern auch für die Zukunft zeitlich eingrenzen. Zur Untermauerung  seiner These verwies Koroll auf seine zu über neunzig Prozent  zutreffenden Auswertungen, die er bereits zu vielen prominenten  Persönlichkeiten erstellt hatte.<br /> Das ist eine steile These, dachte ich. Zukunftsprognosen zum Thema  Liebe, Erfolg, Triumphe und Veränderungen füllen täglich die Zeitungen  und Zeitschriften. Wenn ich überhaupt mal ein Horoskop in einer Zeitung  lese, finde ich es eher amüsant. Ich lasse mir nicht die Karten legen,  würde keinen TV-Wahrsager für 1,90 Euro die Minute anrufen und glaube  fest daran, dass man sein Leben selbst bestimmt.<br /> Nach einigen Telefonaten mit Michael Koroll legte ich die Mappe zunächst  auf den Stapel mit den unerledigten Projekten. Andere Dinge hatten zu  der Zeit eine höhere Priorität in meinem Leben. Allerdings erschien mir  Michael Koroll in den Telefonaten als seriöser Entwickler von  Markenkonzepten und nicht als durchgeknallter Guru mit irgendeiner neuen  Lebensphilosophie. Das war wohl auch der Grund, warum ich ihm die  Präsentation nicht gleich postwendend zurückschickte.<br /> Vier Jahre später fielen mir seine Unterlagen wieder in die Hände, und  meine journalistische Neugier, was wohl aus dieser Entdeckung geworden  war, ließ mich zum Telefon greifen. Michael Koroll freute sich über  meine Nachfrage zu dem Entwicklungsstand seines Projekts. Nach einigem  Zögern sagte er:<br /> „Ich habe mir erlaubt, auch Ihre Daten in meine Berechnungen einfließen  zu lassen. Das Zeitfenster für ‚Erschütterung’ trat nach Ihrem  Schicksals-Code in den letzten vier Jahren gleich mehrfach, teilweise  doppelt innerhalb eines Zeitraums auf. Bei allen Referenzdaten, die ich  aus den Biografien von prominenten Menschen errechnet habe, weist dieser  Code immer auf Katastrophen oder, wie man so sagt, auf  Schicksalsschläge hin. Ich nenne Ihnen einige Beispiele:<br /> Bei der berühmten Modeschöpferin Coco Chanel taucht dieser Zahlen-Code  auf, als ihr Geliebter, Paul Iribe, am 28. September 1935 plötzlich auf  dem Tennisplatz zusammenbricht und stirbt. Auch im Schicksals-Code von  John F. Kennedy, dem ehemaligen Präsidenten der USA, habe ich diese  Zahlenkombination gefunden. Sie zeigt sich im August 1944, als das  Flugzeug von Kennedys Bruder über dem Ärmelkanal explodiert.“<br /> Dann erzählte mir Koroll noch, dass er mit Hochdruck weiter am Projekt <em>Schicksals-Code</em> gearbeitet habe. Daten aus Hunderten von Biografien seien inzwischen  von ihm gesammelt und ausgewertet worden. Einige besonders spektakuläre  Beispiele für die Übereinstimmung des Schicksals-Codes<font color="white">.</font> mit tatsächlichen  Ereignissen würde er mir zukommen lassen.<br /> Als ich den Hörer auflegte, war ich verunsichert. Ja, es hatte in meinem  Leben jüngst ziemlich heftige Erschütterungen gegeben. Sowohl meine  Mutter als auch mein Mann waren innerhalb weniger Jahre nacheinander  gestorben. Den tragischen Tod meines Mannes hätte Michael Koroll aber  auch ohne Erstellung meines Schicksals-Codes<font color="white">.</font> der Presse entnehmen  können.<br /> Was war mit der Übereinstimmung dieses geheimnisvollen Zahlen-Codes mit  schicksalhaften Ereignissen in anderen Biografien? Wie konnte er  überhaupt die Zahlen für die Erstellung einer solchen Lebensmatrix  ermitteln? Wieso hatte es eine doppelte Zahlenkombination für  „Erschütterung“ in der hinter mir liegenden Phase meines Lebens gegeben?  Und wieso gab es bei anderen Menschen auch solche Zahlenkombinationen?  Schon während ich mir diese für Journalisten typischen W-Fragen stellte,  versuchte ich nüchtern zu analysieren: Waren es, neben meiner  beruflichen Neugier, nicht auch meine persönlichen Erfahrungen, die mich  intensiv über das Thema Schicksal und den Schicksals-Code nachdenken  ließen?<br /> Ich erzählte einer Freundin, die sich täglich beruflich mit  mathematischen Zusammenhängen auseinandersetzen muss, vom Projekt  Schicksals-Code und bat sie, mir einige Jahreszahlen zu einschneidenden  Erlebnissen in ihrem Leben zu nennen. Die dazu gehörenden Ereignisse  sollte sie nicht beschreiben. Diese Daten schickte ich, zusammen mit  ihren Geburtsdaten, an Michael Koroll. Ich bat ihn um die Erstellung des  Schicksals-Codes<font color="white">.</font> meiner Freundin. Danach vereinbarte ich einen  Telefontermin zwischen den beiden, bei dem Koroll ihr seine Auswertungen  darlegen sollte.<br /> Zwei Tage später rief mich meine Freundin an. Sie erzählte mir, dass  Koroll die Zahlen-Codes der von ihr genannten Jahre mit denen berühmter  Persönlichkeiten in seiner Datenbank abgeglichen habe. Sie habe ähnliche  Ereignisse wie die Prominenten mit identischen Zahlen-Codes erlebt,  positive wie negative. Auch erscheine ihr das System als durchaus  nachvollziehbar, da es doch unter anderem um eine statistische  Hochrechnung gehe, die die Zeitpunkte bereits geschehener Ereignisse als  Grundlage habe. Die Auswertung sei äußerst treffsicher und zugleich  überzeugend gewesen. &#8211; Ich war sehr erstaunt.<br /> Nächster Test: Würden meine männlichen Kollegen für dieses Thema nur ein  Kopfschütteln übrig haben und die Entdeckung eines solchen  Schicksals-Codes<font color="white">.</font> als Unsinn abtun? Also erzählte ich einem Kollegen, der  als TV-Produzent arbeitet, von dem Thema Schicksals-Code. Er ist in  Zahlen, Tabellen und Kalkulationen zu Hause und lässt sich so gar nicht  mit „Kaffeesatz lesen“ und „in die Glaskugel schauen“ in Verbindung  bringen. „Die Vergleichbarkeit mit anderen Biografien ist sehr  spannend“, war sein Kommentar, „da schlummert etwas“. Ein anderer  Kollege merkte an, dass schon in der Bibel Hinweise auf zyklische  Abläufe wie die sieben fetten und die sieben mageren Jahre zu finden  seien. „Im Übrigen auch in meinem Leben“, verriet er mir augenzwinkernd.  „Ich war zweimal verheiratet und habe eine gescheiterte Beziehung  hinter mir, interessanterweise gingen alle drei Partnerschaften nach  jeweils acht Jahren in die Brüche.“<br /> Das Thema war also von Interesse — nicht nur für mich. Um den  Schicksals-Code einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen,  mussten wir uns diesem Thema allerdings journalistisch nähern. Das  jedoch würde aufwendige Recherchen über die Lebensgeschichten von  Prominenten und Persönlichkeiten aus vergangenen Jahrhunderten  erfordern. Ebenso würde es notwendig sein, dass uns nicht prominente  Menschen ihr Schicksal erzählten und uns ihre Daten für eine Auswertung  zur Verfügung stellten. Für eine Beweisführung müssten wir einige  Menschen mit ihrem eigenen Schicksals-Code konfrontieren und sie  auffordern, die Ereignisse ihres vergangenen Lebens den auffälligen  Zahlenwerten in den Berechnungen zuzuordnen. Positive wie negative  Erfahrungen, auch emotional belastende, mit Mühe verdrängte  Schicksalsschläge müssten in den dazu geführten Gesprächen noch einmal  offen angesprochen werden. Auch das Thema Schicksal würden wir  grundsätzlich beleuchten müssen. Was ist im Leben eines Menschen  unvermeidlich, was hat jeder Mensch selbst in der Hand, welchen  Entscheidungsspielraum hat er, sein Schicksal zu gestalten?<br /> Als ich mit Michael Koroll über diese Anforderungsliste für ein Buch  über den Schicksals-Code sprach, sagte er mir jegliche Unterstützung und  die Offenlegung seiner bisherigen Erkenntnisse zu.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.codeofdestiny.com/2010/10/17/these/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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