Alles nur Zufall?

Von Michael Koroll
Als ich einmal rückblickend auf meine bis dahin wichtigsten Lebensstationen schaute, fiel mir auf, dass einige Ereignisse in bestimmten zeitlichen Abständen geschehen waren. Veränderungen im Beruf, in der Liebe, neue Wohnorte, außergewöhnliche Begegnungen tauchten bei näherer Betrachtung in zyklischer Folge auf. Es schien mir, als gäbe es ähnlich lange Zeitabschnitte, nach denen in meinem Leben bestimmte Entwicklungen begünstigt wurden. „Interessanter Zufall!“, dachte ich und kümmerte mich nicht mehr weiter darum.
Einige Jahre später, als ich schon etwas mehr Zeit hinter mir hatte, auf die ich zurückblicken konnte, wurde das Bild noch deutlicher. Jetzt wollte ich es genauer wissen.
Zunächst trennte ich die verschiedenen Themenbereiche in meinem Leben voneinander wie zum Beispiel Beruf und Partnerschaft. Die Auflistung der Ereignisse mit den dazu gehörenden Jahreszahlen zeigte, mit wenigen Abweichungen, tatsächlich bestimmte Intervalle. Zum Beispiel traten entscheidende berufliche Neuorientierungen immer im Abstand von neun Jahren auf. Alle sieben Jahre zeigten sich Veränderungen in der Partnerschaft. Ich stellte mir die Frage, ob diese Regelmäßigkeiten nur bei mir auftauchten oder auch bei anderen Menschen. Ich begann Biografien zu studieren, ordnete Ereignissen konkrete Jahreszahlen zu und war überrascht. Meine Zyklen waren kein Einzelfall.
Jahre später, als ich bereits als Markenberater für große Unternehmen arbeitete, wurde ich wieder mit zyklischen Strukturen konfrontiert: Markentrends, Life-Cycles, Verbrauchergewohnheiten, Modetrends – alles schien einem ständigen Auf und Ab unterworfen zu sein. Oder war es gar eine kreisförmige, beziehungsweise zyklische Bewegung? Ich fragte mich, ob es den idealen Zeitpunkt für den Erfolg einer Idee, das Kennenlernen eines Partners oder einen wichtigen Geschäftsabschluss gab. Wenn es ihn tatsächlich gab, wie konnte dieser Zeitpunkt ermittelt werden?
Ich begann zunächst in den Biografien von erfolgreichen Unternehmern nach Strukturen zu suchen. In einer fand ich eindeutige Zyklen, die den Erfolg des Unternehmens anzeigten. Es handelte sich dabei um die Erfolgsgeschichte von Steve Jobs, in der ich auffällige Zehn-Jahres-Zyklen entdeckte. 1976 gründet Steve Jobs die Firma Apple Computer, zehn Jahre später, 1986, gründet er NeXT Computer und kauft das Trickfilmstudio Pixar. Wieder zehn Jahre später, 1996, verkauft er NeXT Computer gewinnbringend an Apple. Weitere zehn Jahre später, 2006, verkauft er Pixar – ebenfalls für viel Geld – an den Unterhaltungskonzern Walt Disney Company. Alles nur Zufall?
Ich begann weitere Daten zu sammeln, Biografien zu studieren und nach Mustern hinter anderen herausragenden Ereignissen zu suchen. Ob im Leben von Boris Becker, der Gesundheit von John F. Kennedy oder der Karriere von Elvis Presley – fast überall stieß ich auf Zyklen. Ich fragte mich: „Wenn sich bei einigen Menschen das Thema Liebe, Erfolg oder beispielsweise gesundheitliche Probleme in so regelmäßigen Abständen wiederholt, setzt sich dieses Muster dann auch in der Zukunft fort?“
Die Idee für den Schicksals-Code war geboren. Nur ahnte ich damals noch nicht, wie viel Arbeit noch vor mir liegen sollte, um den Schlüssel für den Code zu finden.
…als Vincent van Gogh 1880 alle bisherigen Pläne fallen lässt
und sich entschließt, Maler zu werden.
Das Autoren-Team
Themen
- Ein Manuskript mit steiler These
- Alles nur Zufall?
- Die Autorin: Birgit Lechtermann
- Der Autor: Michael Koroll
- Das Buch »Der Schicksals-Code«
- Der Liebes-Code in Schlagzeilen
- Der Erfolgs-Code in Schlagzeilen
- Leseproben
- Michael Koroll: Der Code
- Frau im Spiegel (Nr.5 vom 27.01.2010)
- Ihre Meinung zum Schicksals-Timing
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- News Ticker


